Weinland des Quartals: Italien Versandkostenfrei ab 12 Flaschen

DEIN WARENKORB


Preis
Menge

SUMME

0,00 € Warenkorb aktualisieren

Summe ohne Versandkosten; diese werden im nächsten Schritt berechnet (ab 12 Flaschen versandkostenfrei, höchstens 24 Flaschen je Bestellung).


Bitte bestätige, dass du mindestens 18 Jahre alt bist und die AGB akzeptierst.

Amarone oder Ripasso? Die Rotweine aus dem Valpolicella

Amarone della Valpolicella ist ein trockener, sehr kräftiger Rotwein aus angetrockneten Trauben, mit mindestens 14 % Alkohol und mindestens zwei Jahren Reife. Valpolicella Ripasso ist sein zugänglicher Verwandter: ein Valpolicella, der ein zweites Mal auf dem Trester des Amarone vergoren wird und dadurch mehr Körper bekommt. Amarone ist der Wein für Braten, Wild und lange Abende, Ripasso der vielseitigere und günstigere Begleiter für Pasta, Gegrilltes und den Alltag.

Valpolicella: eine Gegend, vier Weine

Das Valpolicella liegt in den Hügeln nördlich von Verona in Venetien, das historische Kerngebiet heißt Classico. Die Rotweine bestehen vor allem aus den heimischen Sorten Corvina, Corvinone und Rondinella, früher war auch Molinara üblich. Aus denselben Trauben entstehen vier Stilrichtungen:

  • Valpolicella: der leichte, frische Grundwein.
  • Valpolicella Ripasso: Valpolicella mit einer zweiten Gärung auf Amarone-Trester, mehr Körper.
  • Amarone della Valpolicella: aus angetrockneten Trauben, trocken und sehr kräftig.
  • Recioto della Valpolicella: ebenfalls aus angetrockneten Trauben, aber süß, weil die Gärung früher endet.

Der Name Amarone kommt von amaro, bitter. Gemeint war der Unterschied zum süßen Recioto: Amarone ist durchgegoren und damit trocken.

Amarone und Ripasso im Vergleich

Valpolicella Ripasso Amarone della Valpolicella
Herkunftsstufe DOC DOCG
Herstellung Valpolicella, nachvergoren auf dem Trester von Amarone oder Recioto Trauben vor dem Keltern wochen- bis monatelang angetrocknet
Mindestalkohol 12,5 %, Superiore 13 % 14 %, oft über 15 %
Mindestreife rund ein Jahr zwei Jahre, Riserva vier Jahre
Stil kirschfruchtig, mittelkräftig bis kräftig dicht, weich, Trockenfrüchte und Schokolade
Trinktemperatur 16 bis 18 °C 16 bis 18 °C
Lagerfähigkeit jung bis mittelfristig meist bis etwa zehn Jahre, Riserva teils rund 20 Jahre

So entsteht Amarone

Für Amarone trocknen die Trauben nach der Lese in luftigen Räumen und verlieren dabei einen großen Teil ihres Wassers, gekeltert werden darf frühestens ab dem 1. Dezember; wie dieses Appassimento im Detail funktioniert, erklärt primitivowein.de.

Aus derselben Traubenmenge entsteht so deutlich weniger Wein, das erklärt den höheren Preis. Der Most gärt fast vollständig durch, das Ergebnis hat mindestens 14 % Alkohol und kaum spürbaren Restzucker. Danach reift der Wein mindestens zwei Jahre, die Riserva vier Jahre. Seit 2010 ist Amarone eine eigene DOCG.

So entsteht Ripasso

Ripasso bedeutet so viel wie „noch einmal darübergeführt“. Der fertige Valpolicella kommt auf den Trester, der nach der Gärung von Amarone oder Recioto übrig bleibt, also auf Schalen und Hefe mit etwas Restzucker. Dort gärt er einige Tage nach und nimmt Farbe, Gerbstoff, Extrakt und etwas Alkohol auf. Im Stil liegt Ripasso zwischen Valpolicella und Amarone, oft wird er der kleine Bruder des Amarone genannt. Seit 2010 hat er eine eigene DOC.

Geschmack und Speisen

Der Zonin Amarone della Valpolicella DOCG aus Corvina, Rondinella und Molinara reift im Barrique und danach sechs Monate in der Flasche, hat 15,5 % Alkohol und ist trocken. Typisch für Amarone sind Aromen von getrockneten Kirschen, Pflaumen und Schokolade bei weicher Säure und vollem Körper. Zonin empfiehlt ihn zu Braten, Wild, reifem Bergkäse und Heumilchkäse. Sehr fette oder scharfe Gerichte passen weniger, Kürbissuppe oder Pasta mit Fleischsauce dagegen gut.

Der Zonin Ripasso Valpolicella Superiore DOC erinnert an hochreife Süßkirschen mit weichen Vanillenoten, reift im Eichenfass und hat 14 % Alkohol. Er ist der flexiblere Wein: Pasta mit Ragù, Risotto, Gegrilltes und mittelalter Käse passen gut. Zonin selbst nennt Hirten- und Balkankäse sowie kräftige Fischgerichte.

Trinktemperatur, Dekantieren und Lagerung

Beide Weine schmecken bei 16 bis 18 °C am besten. Wärmer serviert tritt beim Amarone der Alkohol in den Vordergrund. Öffne einen Amarone etwa eine Stunde vor dem Essen oder gieß ihn in eine Karaffe, damit sich die Aromen entfalten. Ripasso braucht das selten.

Einfache Amarone trinkt man meist innerhalb von etwa zehn Jahren, gute Riserva-Weine können rund 20 Jahre reifen. Ripasso ist früher zugänglich und wird in der Regel in den ersten Jahren getrunken. Lagere die Flaschen liegend, dunkel und kühl bei gleichmäßiger Temperatur.

Der leichte Verwandte: Bardolino Chiaretto

Am Ostufer des Gardasees, gleich westlich des Valpolicella, wachsen dieselben Rebsorten. Daraus entsteht der Bardolino Chiaretto, ein heller Rosé. Der Zonin Classici Bardolino Chiaretto DOC aus Corvina, Rondinella und Molinara zeigt Erdbeere, Kirsche und grünen Apfel und passt zu Sushi, Carpaccio und leichter, cremiger Pasta. Serviere ihn bei 10 bis 12 °C. Ein Wein für den Sommer und für alle, denen Amarone zu schwer ist.

Unsere Empfehlungen

  • Zonin Amarone della Valpolicella DOCG: komplex, kräftig strukturiert und trocken, mit 15,5 % Alkohol. Für Braten, Wild und reifen Bergkäse, bei 16 bis 18 °C, am besten eine Stunde vorher geöffnet.
  • Zonin Ripasso Valpolicella Superiore DOC: Süßkirsche und Vanille, harmonisch und rund. Der Alltagswein aus dem Valpolicella zu Pasta, Gegrilltem und Käse, bei 16 bis 18 °C.
  • Zonin Classici Bardolino Chiaretto DOC: der Rosé aus denselben Trauben, fruchtig und frisch. Zu Sushi, Carpaccio und Fingerfood, bei 10 bis 12 °C.
  • Novantaceppi Appassimento Puglia IGT: aus Apulien, teilweise aus angetrockneten Primitivo-Trauben, mit Walderdbeere, Bitterschokolade und Vanille. Halbtrocken und damit süßer als Amarone, zu Rinder- und Lammbraten und reifem Käse, bei 16 bis 18 °C.

Weitere Weine aus der Region findest du unter Venetien, kräftige Weine aus angetrockneten Trauben unter Appassimento und Amarone. Je eine 6er-Kiste Amarone und Ripasso ergeben 12 Flaschen und damit kostenfreien Versand, so kannst du beide direkt vergleichen.

Häufige Fragen

Ist Amarone süß?

Nein. Amarone gilt als trockener Wein, wirkt durch die reifen Aromen und den hohen Alkohol aber weich und üppig. Der süße Wein aus angetrockneten Trauben im Valpolicella heißt Recioto.

Was bedeutet Ripasso?

Ripasso heißt „noch einmal darübergeführt“: Ein Valpolicella gärt einige Tage auf dem Trester von Amarone oder Recioto nach. So wird er kräftiger und farbintensiver als ein einfacher Valpolicella.

Wie lange kann man Amarone lagern?

Einfache Amarone sind meist innerhalb von etwa zehn Jahren am besten, gute Riserva-Weine halten rund 20 Jahre. Wichtig sind liegende, dunkle und kühle Lagerung.

Warum ist Amarone teurer als Ripasso?

Für eine Flasche Amarone braucht es deutlich mehr Trauben, dazu kommen die Trocknung und die längere Reife. Ripasso nutzt dagegen den Trester, der beim Amarone ohnehin anfällt.

Genieße Wein verantwortungsvoll. Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren.